Backen ohne Zucker – Zuckerersatz im Test

Kurkuma Kürbiskern Kekse

Es ist wieder Zeit für Kekse! Da so viele Personen diese Kekse unglaublich lecker fanden, habe ich mein Rezept für euch aufgeschrieben. Ich habe sie sogar zweimal gebacken und eine zweite, zuckerfreie Variante ausprobiert. Ich experimentiere momentan viel mit verschiedenen Zuckerersatzprodukten. Diesmal habe ich Erythrit verwendet. Natürlich könnt ihr das Rezept auch einfach mit Zucker zubereiten, ihr findet beide Angaben in der Zutatenliste am Ende des Beitrags.

Zuckerersatz – was ist Erythrit? Und ist das gesund?

Erythrit sieht aus wie Zucker und schmeckt tatsächlich sehr ähnlich. Ich bevorzuge normalerweise eher natürliche, alternative Süßungsmittel wie Honig oder Trockenfrüchte. Trotzdem bin ich der modernen Lebensmittelindustrie nicht abgeneigt und verfolge gerne aktuelle Trends. Denn Zucker in Lebensmitteln zu reduzieren ist auf jeden Fall sinnvoll, da er für so viele Krankheiten verantwortlich ist. Und nicht für jede Person kommen Früchte oder Honig als Alternative infrage. Für Diabetiker zum Beispiel kann die Lebensmittelindustrie mittlerweile tolle Ersatzprodukte bieten.
Erythrit ist eine kalorienfreie Zuckeralternative, die etwa 70 % der Süßkraft von Zucker besitzt. Es handelt sich dabei um einen Zuckeraustauschstoff, in der Chemie als Zuckeralkohol oder Polyolbezeichnet. Erythrit ist der Zuckeralkohol der Glukose und wird somit aus dem Traubenzucker beziehungsweise der Stärke oder aus Saccharose gewonnen. Als Zuckeraustauschstoff ist Erythrit in Deutschland unter der E-Nummer 968 registriert. Ja, Erythrit ist also ein chemisch hergestellter Stoff.
Und so wird es hergestellt: Der Traubenzucker wird unter Anwesenheit bestimmter Hefekulturen beziehungsweise Pilzen zu einem Zucker-ähnlichen Produkt vergärt. Anschließend wird der Stoff gereinigt, kristallisiert und getrocknet und man gewinnt Produkt, das auf den ersten Blick nicht von gewöhnlichem, weißen Zucker zu unterscheiden ist.
Kann das gesund sein? Ich würde sagen „Jein“: Erythrit werden zwar sogar gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben. Dass Erythrit gesund ist, kann man jedoch nicht ohne Vorbehalt behaupten, denn wir haben es nicht mit einem natürlichen Lebensmittel zu tun und es hat keinerlei Nährstoffgehalt für unseren Organismus. Erythrit wird prinzipiell als gesundheitlich unbedenklich eingestuft.

Erythrit - die Vorteile und Nachteile

Ein Vorteil ist, dass Erythrit den Blutzuckerspiegel weniger stark ansteigen lässt als beim Verzehr von zuckerhaltigen Lebensmitteln und Getränken. Ein großer Vorteil für Diabetiker und Menschen, die ihr Gewicht reduzieren wollen, aber nicht auf Süße verzichten können/möchten. Außerdem schmeckt es meiner Meinung nach nicht nach Chemie. Ich empfinde Stevia und andere Süßungsmittel teilweise als sehr unangenehm. Außerdem kann man Erythrit gut zum Kochen und Backen verwenden, auch in Getränken löst es sich super auf.
Nachteile: Es gibt noch recht wenige Erkenntnisse über die Wirkung auf lange Sicht und die meisten Studien sind nicht so aussagekräftig. Zuckeralkohole haben allgemein eine belastende Wirkung auf unseren Verdauungstrakt. Beim Verzehr von größeren Mengen kann Erythrit, genau wie andere Süßungsmittel, abführend wirken. Menschen mit einem empfindlichen Magen-Darm-Trakt sollten den Stoff besser meiden, heißt es. Ich bin so ein Mensch und kann das nicht bestätigen 🙂 beim Verzehr von normalen Mengen hatte ich noch keinerlei Probleme damit.

Mein Fazit: Erythrit ist mein momentaner Favorit unter den Zuckerersatzprodukten. Ich finde, man kann solche Produkte durchaus ab und zu verwenden, ich persönlich würde aber trotzdem natürliche Lebensmittel empfehlen. Die Natur liefert uns viele Alternativen und diese sind sicherlich besser für unseren Körper und eine ausgewogene Ernährung. Trotzdem werde ich dieses Produkt selbst ab und zu weiter verwenden.

Für den Test habe ich dieses Produkt verwendet.

Ich habe dieses Produkt für das Rezept verwendet. Erythrit gibt es mittlerweile in allen Formen, auch als Puderzucker.

Mein Rezept zum Nachbacken

Mengenangaben: 1 Rezept ergibt ca. 1 Blech Kekse | Zeitaufwand: 30 Minuten

Zutaten

60g gemahlene Mandeln oder andere Nüsse

140g Haferflocken

100g Erythrit (oder 70g Rohrzucker für die Variante ohne Zuckerersatz)

80g Kerne, gemischt nach Belieben (z.B. Sonnenenblumenkerne, Leinsamen, Kürbiskerne, Sesam)

70g Kokosöl (flüssig)

1/2 TL Salz

1 Backpulver

60g Kokosstreusel

1 TL Zimt

1 TL Kurkuma

3 Esslöffel Nussmus (z.B. Mandelmus oder Erdnussmus)

Zubereitung

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und gut verkneten. Wenn der Teig zu bröselig ist, einfach noch etwas mehr Kokosöl oder Nussmus hinzufügen. Anschließend Kekse formen und bei 180 Grad Umluft auf einem mit Backpapier belegten Blech ca. 15–20 Minuten backen, bis die Kekse goldbraun sind.

TIPP: Ich forme die Kekse, indem ich etwas Teig in die Hand nehme, ihn zu einer kleinen Kugel rolle und diese dann direkt auf dem Backblech flach drücke.

Achtung, die Kekse werden je nach Ofen schnell mal sehr dunkel! Ich decke sie dann immer mit etwas Alufolie ab. Die Kekse sind weich, wenn sie aus dem Ofen kommen und werden erst fest, wenn sie komplett ausgekühlt sind. Also lieber nicht länger als max. 20 Minuten im Ofen lassen!

Habt ihr Erfahrungen mit Zuckerersatzprodukten? Welche sind eure Favoriten?

1+

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.