Tipps gegen die Winterdepression

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Mit diesen Tipps bekommst du mehr Power für den Winter.

So schön der Winter auch ist. Die kalte Jahreszeit ist bei vielen Menschen unbeliebt, weil sie sich einfach nicht so wohlfühlen. Aber was sind die Ursachen für schlechte Stimmung, Antriebslosigkeit oder gar Winterdepression?

KÄLTE

Die Temperatur hat große Auswirkungen auf den gesamten Organismus. Kalte und trockene Luft wirken auf Haut und Haare. Das Hautbild kann sich verschlechtern und die Trockenheit der Haut führt zu allgemeinem Unwohlsein. Auch Verspannungen und Schmerzen treten bei Kälte statistisch gesehen häufiger auf. Das hängt aber weniger mit der Temperatur an sich zusammen, sondern ist eine Folge unseres Alltagsverhaltens zu der Jahreszeit. Im Sommer verbringt man viel mehr Zeit in Bewegung, man ist draußen und hat mehr Lust, aktiv zu sein. Im Herbst und Winter kuscheln wir uns lieber auf die Couch und genießen gemütliche Abende. Wenn es draußen kalt ist, lockt der Fernseher oft eher als ein Abendspaziergang.

LICHT

Der Mangel an Licht trifft uns im Winter hart. Auch wer sich selbst als unempfindlich einschätzt, leidet sehr wahrscheinlich unbewusst unter dem Lichtmangel. Wissenschaftlich lässt sich das so erklären: bei Dunkelheit schüttet der Körper das Hormon Melatonin aus – dieses ist dafür verantwortlich, dass wir müde werden. Das passiert normalerweise nur nachts aber im Winter kann der Körper die Nacht nicht von der Tagesdunkelheit unterscheiden. Daher kommt dann auch das Gefühl von Antriebslosigkeit, was im Allgemeinen als Winterdepression beschrieben wird.

GEWICHTSZUNAHME

Viele machen im Winter die Lebkuchen und den Glühwein für ihre Gewichtszunahme verantwortlich. Das spielt natürlich auch mit rein aber tatsächlich wird im Winter statistisch gesehen nicht recht viel mehr gegessen, als in den restlichen Monaten des Jahres. Trotzdem nimmt man meistens etwas zu und das ist auch völlig in Ordnung! Nach ayurvedischen Prinzipien herrscht im Winter die Konstitution „Kapha“ vor. Kapha steht unter anderem für Ruhe, Erdung, Stabilität und Schwere. Der Körper sammelt zu dieser Jahreszeit Reserven und das führt manchmal dazu, dass man sich unbeweglicher und starrer fühlt.

5 Ayurveda Tipps für ein besseres Körpergefühl im Winter​

Um diesen negativen Gefühlen entgegenzuwirken, habe ich für euch ein paar praktische Alltagstipps aus der ayurvedischen Lehre zusammengeschrieben, die mir selbst zu mehr Energie in der kalten Jahreszeit verhelfen.

1. Den Körper verstehen und nicht gegen ihn arbeiten

Lerne deinen Körper kennen und akzeptiere seine Eigenheiten! Man muss schon sehr bewusst dagegen arbeiten, um eine geringe Gewichtszunahme im Winter zu verhindern, denn körperlich gesehen ist das ein völlig normaler und gesunder Prozess. Besser wäre es, mit dem Körper zu arbeiten als gegen ihn. Dazu muss man verstehen, dass die Stabilität und Ruhe im Winter wichtig ist. Das bedeutet nicht, dass man sich am besten auf die Couch legt und Lebkuchen futtert bis der Frühling kommt. Aber für die eigene Stimmung ist es förderlicher, wenn man positiv bleibt und akzeptiert, dass der Körper sich über das Jahr verändert, anstatt sich selbst für jedes Gramm mehr zu bestrafen. Wer auf seinen Körper hört, wird merken, dass nach der Ruhephase auch wieder eine energetische Phase kommen wird. Also am besten nicht in Panik verfallen 🙂

2. Die richtige Ernährung im Winter

Nichtsdestotrotz kann man den Organismus unterstützen, nicht in Kälte und Dunkelheit zu versinken. Denn Ayurveda sieht die Sache so: Alles muss in Balance sein und wenn gerade Kapha-Zeit ist, sollte man darauf achten, die beiden anderen Konstitutionen nicht zu weit in den Hintergrund rücken zu lassen. Vor allem Pitta (diese Konstitution steht für Feuer und Wärme) verhilft dem Körper im Winter zu mehr Power. Pitta-Kost ist leicht, erwärmend und oft auch süß. Sie bringt die Verdauung auf Hochtouren. Als einfache Regal für Ayurveda-Anfänger kann man sagen: orientiere dich am besten an den Farben Rot, Orange und Gelb. Diese Obst- und Gemüsesorten sind meistens süß, würzig und scharf. Beispielsweise Chili, Zitrusfrüchte, Karotten, aber auch Trockenfrüchte und vor allem Gewürze sind sehr gut. Zu den Gewürzen zählen Ingwer, Zimt, Pfeffer, Nelken, usw. Auch warme Getränke, nährende Suppen mit etwas Schärfe und gedünstetes Gemüse sind eine gute Wahl.

3. Licht sammeln und bewegen

Man sollte im Winter auch bei Kälte viel nach draußen gehen, nicht nur Sonne bringt gute Laune! Allein schon normales Tageslicht kann den Unterschied machen. Bewegung unterstützt den Prozess zusätzlich. Durch viel Bewegung wird Pitta zusätzlich unterstützt. Die dritte ayurvedische Konstitution, Vata, hat die Eigenschaften von Wind und steht unter anderem für Bewegung, Luft und Leichtigkeit. Bewegung und Aktivität im Alltag helfen trübe Gedanken zu verflüchtigen und Lebensfreuden zu wecken. Die beste Kombination sind sportliche Aktivitäten bei Tageslicht und vielleicht sogar im Freien. Wer auch so eine Frostbeule ist wie ich und bei Kälte lieber nicht nach draußen möchte, kann auch mit Yoga oder anderer Gymnastik an einem hellen Ort ganz viel bewirken. Es gibt viele Yogaübungen, die neue Energie im Körper wecken und die Antriebskraft steigern.

4. Wasser wirkt Wunder

Dass Trinken wichtig ist, wissen wir ja mittlerweile alle. Im Winter vergisst man das dennoch gerne. Aus ayurvedischer Sicht ist es am besten, warmes oder lauwarmes Wasser zu trinken (nicht zu heiß!), da es am besten vom Körper aufgenommen werden kann. Tee ist besonders gut, wenn er nicht zu heiß getrunken wird. Denn durch das Kochen wird das Wasser mit Energie angereichert und somit qualitativ hochwertiger für den Körper, so die ayurvedische Lehre. Warme Getränke fördern die Verdauungsprozesse, wirken gegen Müdigkeit aber beruhigen gleichzeitig das Gemüt und bringen die Haut zum Strahlen.

5. Alle Sinne nutzen

Man kann die Stimmung auch mit Düften heben! Es ist erwiesen, dass Düfte und Gerüche nachweislich mit Emotionen zusammenhängen und, bei richtigem Einsatz, positiv auf unseren Gemütszustand wirken. Die Gerüche von Zimt, Orange und Zitrone wirken beispielsweise aufmunternd und belebend. Gerade in der Vorweihnachtszeit findet man überall ätherische Öle mit diesen Gerüchten für Duftlampen und auch in der Weihnachtsbäckerei werden diese Gewürze ja traditionell gerne verwendet. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten die Düfte in den Alltag zu integrieren: mit Naturkosmetik, die duftende Öle enthält, Bodysprays und vielem mehr.


Ich hoffe diese Tipps helfen euch, mit guter Laune durch den Winter zu kommen! 🙂

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