Vegane Pflanzenmilch selber machen

Vegane Nussmilch einfach und schnell selbst herstellen.

Weil mein Körper tierische Milchprodukte nicht so gut verträgt, nehme ich keine normale Milch zu mir. Mittlerweile kann man Pflanzenmilch ja in jedem Supermarkt kaufen, ich bin aber mit der Qualität und den Inhaltsstoffen der meisten Produkte nicht zufrieden. Viele Produkte enthalten zusätzlichen Zucker oder chemische Stoffe, die völlig überflüssig sind. Außerdem ist handelsübliche Pflanzenmilch meist sehr teuer und es gibt sie fast nur in Tetra Paks. Deswegen mache ich seit einiger Zeit meine Pflanzenmilch selbst.

Es ist nicht nur gesünder, sondern auch günstiger und spart jede Menge Plastikmüll! Die Milch herzustellen ist super einfach, denn sie besteht nur aus genau zwei Zutaten: Nüssen und Wasser. Mehr muss da auch nicht rein! Alles, was auf der Zutatenliste eurer gekauften Pflanzenmilch zusätzlich steht, ist wahrscheinlich Zucker oder irgendeinen Chemie, um die Milch länger haltbar zu machen oder dafür zu sorgen, dass sich nichts unten absetzt. Denn bis auf Sojamilch trennt sich mit der Zeit eigentlich jede Pflanzenmilch, weil es keine stabilen Emulsionen sind. Das ist aber vollkommen natürlich und ein kurzes Schütteln vor der Verwendung genügt, dann verbindet sich alles wieder miteinander.

Was braucht man?

Außer den zwei Basiszutaten braucht ihr einen Mixer und einen Nussmilchbeutel oder ein Küchentuch. Ich verwende einen Nussmilchbeutel, weil die Handhabung einfach ist und die Küche sauber bleibt 🙂 Ich habe mir diesen Beutel online bestellt. Er besteht aus Hanffasern und man kann ihn in der Maschine waschen. Waschen ist aber nicht nach jeder Anwendung nötig, der Beutel lässt sich auch unter fließendem Wasser gut reinigen und trocknet schnell. Und das Beste daran: Die Naht des Beutels liegt außen! So kann man die übrige Nuss- oder Getreidemasse nach der Milchherstellung einfach in eine Schüssel geben und nichts bleibt in der Naht hängen. Ich trockne die Reste meistens und hebe sie zum Backen auf.

Zutaten

Ergibt ca. 1 Liter Pflanzenmilch

Zeitaufwand: 10 Minuten

Als Basis könnt ihr verschiedenste Nuss- oder Getreidesorten ausprobieren (z.B. Mandeln, Haferflocken, Sojabohnen, Haselnüsse)

100g Pflanzenbasis (Nüsse / Getreide)

1 Liter Wasser

(ich nehme generell ca. 100 ml Flüssigkeit je 10g Pflanzenbasis)

Zubereitung

      1. Nüsse / Getreide einweichen

Je nachdem, was für eine Pflanzenmilch ihr herstellen wollt, müssen die Nüsse/das Getreide vorher einweichen. Das ist aber nicht bei allen Sorten nötig:

Sojabohnen: 4 Std oder über Nacht einweichen, danach 20 Minuten kochen

Haferflocken: keine Vorbereitung nötig

Nüsse: (Mandeln, Haselnüsse, etc.): 4 Std oder über Nacht einweichen, Schale kann dran bleiben

2. Nüsse / Getreide und Wasser in einen Mixer geben und auf höchster Stufe ca. 1 Minuten mixen.

3. Die ganze Masse durch einen Nussmilchbeutel oder ein Küchentuch gießen und gut ausdrücken. Übrige Nussreste nicht wegwerfen, sie eignen sich super zum Backen und schmecken lecker im Müsli!

Tipps & Tricks

Je feiner man die Masse im Mixer püriert, desto mehr wertvolle Inhaltsstoffe enthält später die Milch. Außerdem schmeckt sie auch intensiver und setzt sich nicht so schnell ab. Wenn ihr die Milch gerne etwas süßer mögt, könnt ihr anstatt Sirup oder Honig auch getrocknete Früchte mit in den Mixer geben, zum Beispiel Datteln oder Rosinen. Auch Gewürze sind möglich, zum Beispiel etwas Zimt, Vanille oder Kakao! Hier könnt ihr eurer Kreativität freien Lauf lassen.

Und falls ihr gerne einen Latte-Macchiato schlürft: Alle Nussmilchsorten lassen sich aufgrund ihres hohen Eiweißgehalts gut aufschäumen. Bei mir klappt es mit selbstgemachter Milch sogar besser als mit gekaufter!

Abfüllen & Aufbewahren

Die fertige Pflanzenmilch einfach in eine verschließbare Flasche füllen und in den Kühlschrank stellen.

Wenn ihr die Milch mit abgekochtem und abgekühltem Wasser herstellt, ist sie bis zu einer Woche im Kühlschrank haltbar, ansonsten hebe ich sie so 3-4 Tage maximal auf. Meistens ist sie schneller aufgebraucht, denn sie schmeckt wirklich lecker 🙂

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