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Schlaf dich glücklich: Mit Yoga Nidra zu einem höheren Glücksgefühl

yoga nidra meditation

Was hat Yoga Nidra mit Glück zu tun?

Yoga Nidra führt in eine tiefe Entspannung, und in diesem Zustand hat eine Studie eine erhöhte Freisetzung von Dopamin gemessen, einem Botenstoff, der mit Glücksempfinden und Motivation zusammenhängt. Was Yoga Nidra ist und was die Forschung zu seiner Wirkung zeigt, liest du in unseren Grundlagen zu Yoga Nidra.

Aber Yoga Nidra kann noch so viel mehr als Entspannung! Heute geht es um Yoga Nidra und das Empfinden von Glück. Glück selbst lässt sich nicht messen, wohl aber Botenstoffe im Gehirn, die mit Glücksempfinden und Motivation zusammenhängen. Einer dieser Stoffe ist Dopamin.

Dopamin: das Glücks- und Antriebshormon

Dopamin gehört zu den wichtigsten Botenstoffen (Neurotransmittern) im Gehirn. Es gibt Impulse zwischen Nervenzellen weiter. Dopamin ist an unserem Glücks- und Belohnungsempfinden beteiligt und spielt eine Rolle für Antrieb, Motivation und Bewegungssteuerung. Es wird im Gehirn als Belohnung bei bestimmten Erfahrungen freigesetzt und so entsteht beispielsweise auch die Vorfreude auf schöne Ereignisse, die wir oft verspüren.

Viele erleben, dass im Dauerstress und in eintöniger Routine die Vorfreude verloren geht. Der Reiz des Neuen und die Momente, auf die wir uns freuen, tauchen dann immer seltener auf.

Was passiert im Gehirn bei Yoga Nidra?

Zwischen dem Wachzustand und dem tatsächlichen Schlaf gibt es einen Übergang, er wird als hypnagoges Stadium bezeichnet. Es ist ein Moment der Kreativität, in welchem man weder schläft, noch wach ist. In diesem Stadium können Bilder auftauchen, manche Menschen spüren sogar Berührungen oder hören Dinge.

Im Wachzustand ist das Gehirn ständig mit der Verarbeitung von Sinneseindrücken beschäftigt, im Tiefschlaf verschwindet das bewusste Erleben weitgehend. Genau zwischen diesen beiden Bereichen liegt der Zustand von Yoga Nidra. Messungen zeigen dabei mehr Theta-Aktivität, also langsame Hirnwellen, die typisch für den Übergang in den Schlaf sind. Die Aufmerksamkeit für äußere Reize tritt zurück, nur die anleitende Stimme bleibt im Fokus. Der Körper ist tief entspannt, aber das Unterbewusstsein ist hellwach.

Yoga Nidra is the awakening of what is asleep within you.

Während des Einschlafens befindet man sich normalerweise nur wenige Minuten im hypnagogen Stadium. In Yoga Nidra bestenfalls die ganze Zeit, also 30 bis 45 Minuten oder sogar mehr.

Was zeigt die Forschung zu Dopamin und Yoga Nidra?

Eine Studie aus Kopenhagen hat diesen Zusammenhang 2002 untersucht (Kjaer et al., Cognitive Brain Research). Bei einer kleinen Gruppe erfahrener Meditierender wurde während Yoga Nidra mit einer PET-Aufnahme, einem bildgebenden Verfahren, eine um etwa 65 Prozent höhere Dopaminfreisetzung gemessen als beim bloßen Zuhören mit geschlossenen Augen. Gleichzeitig nahm die Theta-Aktivität im Gehirn zu.

Spannend dabei: Wie entspannt und zufrieden sich die Teilnehmenden fühlten, unterschied sich zwischen beiden Situationen nicht. Weil die Gruppe klein war, ist das Ergebnis ein erster Hinweis und kein Beweis.

Kurz gesagt: Yoga Nidra führt in eine tiefe Entspannung, und erste Messungen deuten darauf hin, dass dabei das Belohnungssystem im Gehirn aktiv ist. Wie sich das für dich anfühlt, findest du am besten selbst heraus.

Studien zu diesem Abschnitt:

  • Kjaer, T. W. et al. (2002): Increased dopamine tone during meditation-induced change of consciousness. Cognitive Brain Research, 13(2), 255 bis 259. Zur Studie
  • Einen Überblick über weitere Studien zu Yoga Nidra findest du im Abschnitt zur Forschung im Grundlagenbeitrag.

Yoga Nidra selbst ausprobieren

Wenn du das einmal selbst spüren möchtest, kannst du mit einem klassischen Yoga Nidra, gesprochen von Elisa beginnen. Du brauchst dafür keine Vorkenntnisse, nur einen ruhigen Ort und etwas Zeit.

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