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Freiheit – alternativ arbeiten und leben?

    Freiheit durch alternatives Leben und Yoga

    Selbständig und frei?

    Ich dachte früher, Freiheit wäre Selbstbestimmung. Sich nicht mehr nach Arbeitszeiten oder dem Willen anderer Menschen auszurichten. Sich die Zeit frei einzuteilen. Mehr Freizeit als Arbeit zu haben. Mit den Dingen Geld zu verdienen, für die mein Herz schneller schlägt.
     
    Aber ist es wirklich Freiheit, alternativ zu leben oder zu arbeiten? Ja, ich lebe jetzt so viel freier als noch vor ein paar Jahren, und manche Menschen beneiden mich darum. Aber meine Freiheit hat gar nichts mit meiner Selbständigkeit, einem bestimmten Beziehungsmodell oder einer Work-Life-Balance zu tun. Seitdem ich in Vollzeit selbständig bin, arbeite ich viel mehr als vorher. Ich habe sogar weniger Freizeit als zuvor und unglaublich viele Aufgaben, weil ich mich jetzt um viel mehr Dinge selbst kümmern muss als früher. Aber “selbst und ständig” ist für mich trotzdem so viel mehr Freiheit als alles, was ich davor erleben durfte. Ich habe keinen neuen Job, sondern ein ganz neues Leben und damit ganz neue Gedanken. Wenn man sein Herzensthema zum Beruf macht, gibt es keine Work-Life-Balance mehr, weil alles nur noch ein Leben ist. Und sollte das nicht das Ziel sein? Nicht immer nach Ausgleich zu suchen, sondern in einen Zustand zu kommen, der in sich zufriedenstellend ist? Mehr Arbeit bedeutet nicht unbedingt weniger Freiheit. Es kann auch einfach mehr Freude bedeuten, mehr Sinn, mehr Erfüllung und dadurch sogar viel mehr Leben!
     
    Denn nichts in dieser Welt ist wirklich Freiheit. Es sind nicht unsere Partner, Kunden, nicht unsere Arbeitszeiten und Aufgabenlisten, nicht der Kontostand oder die Gesellschaft, die uns unfrei machen. Das alles bedingt einander, aber der entscheidende Faktor in absolut jeder Situation bin immer nur ich selbst. Ich entscheide, was Arbeit bedeutet, was Leben bedeutet, wie viel zu viel ist und wie wenig zu wenig. Ich entscheide, was Freiheit bedeutet.
    Ich entscheide, wo Glück beginnt.

    Freiheit im Kopf

    Ein freies und unbestimmtes Leben, das ist, was so viele Menschen sich wünschen und vor allem in der spirituellen Szene arbeiten wir kontinuierlich daran, uns eine freiere Welt zu kreieren. Wir verändern unser Denken, weil wir ja wissen, dass wir alte Konstrukte im Kopf loslassen müssen, um freier zu werden. Aber wir vergessen dabei, dass auch Freiheit ein Gedanke ist.

    Den Job zu kündigen, schenkt uns keine Freiheit, sondern stellt uns vor neue Aufgaben, vor allem im Kopf. Eine Beziehung zu beenden macht uns nicht unabhängig, ein Kind zu bekommen bindet uns nicht. All das geschieht nur im Kopf, es ist eine Entscheidung, die wir innerlich treffen. Durch Yoga habe ich gelernt, dass auch Yoga nicht Freiheit bedeutet. All die Methoden, die uns diese alte Philosophie schenkt, sind nur Empfehlungen, wie wir unsere eigenen Gedanken kontrollieren lernen könnten, um unsere Definitionen von Freiheit (und anderen Dingen) zu erkennen und vielleicht zu verändern. Jeder kleine Gedanke kreiert das, was wir unser Leben nennen und die gute Nachricht ist, jeder kann frei sein. Auch du, sogar jetzt gleich und du musst dafür nicht mal deine Lebensumstände verändern.

    Freiheit - ein freies Leben führen

    Wir versuchen immer, die Dinge um uns herum zu optimieren und ja, natürlich macht das Sinn. Jedes einzelne Detail eines jeden Tages bestimmt über unseren Körper, unsere Gedanken und Gefühle. Und damit über alles, was wir Schicksal nennen. Aber wir können noch so viele Äußerlichkeiten ändern, wir werden nie frei sein, wenn wir nicht beginnen, die Freiheit zuerst in unseren Gedanken zu finden. Denn im Zweifelsfall gewinnt immer das Unterbewusstsein. Es ist als ob ein Spiegel in uns über dem Unterbewusstsein liegt, an dem alles abprallt, was wir lernen, alles, was wir glauben zu wissen. Und zwar so lange, wie wir nicht verstehen, dass unser gesamtes Leben einfach nur eine gespiegelte Version jedes einzelnen unserer Gedanken ist. Wir haben es unter Kontrolle. Wir können uns von allem lösen, was uns einschränkt. Nicht immer ist es einfach, meistens sogar sehr schwer. Es braucht Zeit und Übung und manchmal braucht man dabei Hilfe.
    Lass mich frei, mein Kopf!
    Mein Herz ist immer frei.
    Manchmal spüre ich es nicht.
    Weil die Gedanken so laut sind.

    Fällt es dir schwer, Freiheit zu verstehen? Dich frei zu fühlen? Ich freue mich über deine Gedanken in den Kommentaren.

    Wenn du dich gerne intensiver mit der gelebter Yogaphilosophie auseinandersetzen möchtest, empfehle ich dir meine Ausbildungsmodule. Sie sind alle darauf ausgerichtet, dir nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern dich Yoga mehr und tiefer verstehen zu lassen. Hier geht es zu den Ausbildungsmodulen.

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