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Stille in dir

    yin yoga stille in dir

    Hörst du die Stille in dir?

    Unsere Welt ist laut und schnell geworden. Wenn wir mal genau beobachten, wird uns jeden Tag in irgendeiner Form suggeriert, wir müssten noch schneller und immer besser werden. Klar wissen wir wohl in uns drinnen, dass wir bereits gut genug sind. Und es wird besser, oder? Überall liest man von Achtsamkeit und Entschleunigung, auf Social Media bekommt man täglich viele Tipps, um das Gedankenchaos zu ordnen oder gegen den Stress zu wirken. Aber mal ganz ehrlich: Weißt du es, oder lebst du es? Das macht nämlich den entscheidenden Unterschied! Es ist nicht dasselbe zu wissen, was Achtsamkeit bedeutet und Achtsamkeit zu leben. Es ist nicht dasselbe, ob ich Yoga übe, vielleicht sogar unterrichte, oder ob ich Yoga lebe.

    Kennst du den Weg zur Stille in dir?

    Die Stille war für mich die bisher größte Herausforderung meines Lebens und das wird sie immer sein. Nichts ist so schwer zu ertragen, denn die Stille ist zu Beginn alles andere als leer und friedlich, sie ist verdammt laut und man fällt nicht immer gleich in den unendlich weiten Raum der Freiheit, sondern erst in die Dunkelheit.

    Wir meiden die Stille, weil sie uns zwingt stehenzubleiben und wenn wir nicht mehr in ständiger Bewegung sind, sehen wir unsere eigenen Schatten. Die Mentalität von schneller, höher und weiter bringt uns nirgendwohin, sie wickelt nur eine Schicht nach der nächsten um unseren Kern und irgendwann wissen wir gar nicht mehr, wer wir eigentlich sind oder was wir wollen. Unsere ganz persönliche Wahrheit liegt tief in uns begraben und allein schaffen es die meisten Menschen gar nicht mehr dorthin. Die Welt ist zu schnell, das Gedankenchaos zu groß und Loslassen macht zu viel Angst.

    Fühlst du die Stille in dir?

    Aber wenn wir mutig genug sind… dann wird es leise. In meiner Yogapraxis ist neben Meditation Yin Yoga so wichtig geworden, weil es eine Methode ist, die unabhängig vom Gedankenchaos und der Gefühlslage immer und für fast jede:n zugänglich ist. Es fühlt sich frei an, auch wenn alles laut und schnell und viel zu eng ist. Der Körper wird weich und ich falle, aber ich spüre dennoch die feste Erde unter mir, die mich hält und hält und niemals versinken lässt. Mein Körper wird kalt, aber wie goldene Sonnenstrahlen breitet sich eine Wärme in mir aus. Mein Herz schlägt ganz langsam, aber so kraftvoll weitet es sich mit jedem Schlag, denn es hat Raum. Den Stein auf meiner Brust spüre ich nicht mehr, ich habe Platz zum Atmen.

    Und dann wird es leer… die Gedanken sind nicht verschwunden, aber sie sind leise und ich kann durch sie hindurch erkennen, dass alles gut ist. Ich zweifle nicht mehr, weil ich weiß, dass sie mir nichts mehr anhaben können, auch wenn sie zurückkommen (und das werden sie), kann ich immer wieder an diesen Ort gehen, wo immer ich auch sein werde.

    yin yoga lernen

    Als Yin Yoga Lehrer:in in die Stille führen.

    Jeder sollte diesen Ort kennen, deswegen ist es meine sinnvollste Aufgabe, dorthin zu führen. Und ich finde, es braucht noch viel mehr Menschen, die diese Techniken lernen und lehren, es sind die Techniken der Zukunft. Wir wissen so viel über unseren Körper, aber wir übersehen dabei, dass er keine Maschine ist, die leisten muss und dass es auch keine Norm und die eine Anleitung für alle von uns gibt. Wie können wir jemals verstehen, wer wir wirklich tief im innersten sind, wenn wir nicht lernen zuzuhören, hinzusehen und hineinzuspüren? Wenn dafür nicht mal mehr Raum und Zeit in unserer Gesellschaft gegeben wird?

    Ich möchte Menschen zeigen, was ich selbst gelernt und erfahren habe. Dass „mehr“ nicht mehr ist, aber einfach weniger auch nicht die Lösung ist. Ja, weniger von allem wäre sinnvoll, aber besser ist ein Weg, der uns die Balance finden lässt und wir lernen, mit Freude durch das Leben zu tanzen, anstatt irgendwie durchzukommen. Erfüllung in unseren Aufgaben finden. Zeit haben, um wirklich zu leben und um Erfahrungen aller Art zu machen.

    All das kann die Stille, denn unser Wachstum, lebenswichtigen Körperprozesse und unsere Kreativität entstehen in ihr und damit in uns selbst, nicht außen.

    Wenn es zu laut ist, sei leise.

    Die Welt ist deswegen laut, weil wir sie so gestalten. Weil wir nach außen schreien, anstatt nach innen zu lauschen. Es liegt in unserer Verantwortung, die Stille zurück ins Leben zu bringen und es ist eigentlich sehr einfach: Wenn wir wollen, dass es ruhig um uns wird, müssen wir bei uns selbst beginnen und lernen in uns ruhig zu werden. Diese Stille wird sich ausbreiten und wahre Wunder können geschehen. Glaub mir, ich habe es selbst erlebt und übe es jeden Tag.

    Danke, dass du dir Zeit für diese Worte genommen hast.

    Ich freue mich über Austausch in den Kommentaren. Gerne beantworte ich auch deine Fragen zu diesem Beitrag. Welche Erfahrungen hast du gemacht? Was möchtest du teilen?

    Lerne die Techniken der Stille und die Methoden der Zukunft. Werde Yin Yoga Lehrer:in oder bilde dich für dich selbst weiter. Hier findest du spannende Ausbildungen und Fortbildungen

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    6 Gedanken zu „Stille in dir“

    1. Toller Beitrag! Ich finde es in meinem normalen Alltagstrott, relativ einfach mir die Zeit einzuräumen in die Stille zu gehen. Aber in den noch turbulenteren Zeiten da fällt es mir echt schwer! Vllt auch aus Angst vor der Stille, aber auch sich die Zeit zu nehmen! Ich nehme mir deinen – Artikel mal wieder – als Reminder, mir konsequenter diese Zeit zu schenken.
      Danke für dein Sein

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