Was ist Yoga? – Gelebte Yogaphilosophie

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Was ist Yoga?

Was bedeutet Yoga eigentlich? Die Antworten auf diese Frage sind oft viel zu kompliziert. Yoga kann so vieles bedeuten, aber im Ursprung ist es ganz einfach: Yoga ist keine Lebensphilosophie, sondern es basiert auf einer Philosophie. Yoga selbst ist das Werkzeug dieser Philosophie, die uns, sehr vereinfacht formuliert, nur eine einzige Frage beantworten soll: Wer bin ich?

Was ist Spiritualität?

Die Frage nach dem eigenen Selbst ist der Ursprung aller Spiritualität und jeder von uns ist spirituell, auch wenn wir das manchmal nicht wahrhaben wollen. Jeder von uns glaubt an etwas und jede Art von Glaube, auch wenn es der Glaube an die Naturgesetze oder die Wissenschaft ist, vereinfacht uns die Suche nach den Antworten. Unser Glaube gibt uns die Illusion von Kontrolle in einer Welt voller Chaos, in der wir viel weniger Kontrolle haben, als wir denken. Er gibt uns Halt, in einer Welt, die so viel Unsicherheit für uns bereithält.

Gelebte Yogaphilosophie

Die Yogaphilosophie ist nur durch Yoga lebendig, sie darf und soll gelebt werden! Es ist eigentlich total irre, denn sie beschreibt uns haarklein, was wir tun müssen, um die Antworten auf unsere Fragen zu finden. Das Problem dabei ist, dass sogar wir Spirituellen und/oder Yogalehrer/innen es uns viel zu kompliziert machen. Wir müssen nicht die Sutras von Patanjali zitieren können oder die Bhagavad Gita komplett verstehen. Am wichtigsten ist es, dass wir Yoga selbst leben und in unser Leben integrieren. Nicht nur über den Körper, aber wir haben den Körper mit all seinen Schichten bekommen, um durch ihn die Welt zu erfahren. Wir können unser Bewusstsein nicht vom Körper trennen, nur in der Ganzheit unseres Seins können wir diese Erfahrungen machen, die uns weiterbringen. Antworten finden wir auch in Büchern, ja, aber wenn wir keine Erfahrungen sammeln, können wir niemals verstehen. Die Yogphilosophie hat ihren Ursprung in Samkhya, einer der ältesten philosophischen Schulen Indiens. Wörtlich übersetzt bedeutet Samkhya  „empirisch/aus der Erfahrung“. Yoga ist also nicht etwas, das wir aus Schriften erlernen können, sondern wir müssen unsere persönlichen Erfahrungen machen und dafür ist uns unsere weltliche Existenz gegeben. Dafür haben wir unseren Körper und unsere Sinne bekommen. Durch ihn strömt unsere Energie durch uns hindurch, aus uns hinaus und verbindet uns mit dem ganzen Universum. Wir sind jeder ein komplexes und einzigartiges System mit feinsten Schichten und wir dürfen mit alldem erfahren und arbeiten.

Yoga ist ein Werkzeug, mit dem wir nicht die Antworten auf alle Fragen, sondern auf unsere Fragen finden können, wenn wir es richtig einsetzen. Die Yogaphilosophie ist nichts, was man aus Büchern lernt. Yogaphilosophie muss gelebt werden, damit Yoga seinen Sinn erfüllt.

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